Sie wollen pflanzen für die Ewigkeit,
Und säen Tod? Ein so erzwungnes Werk
Wird seines Schöpfers Geist nicht überdauern.
Dem Undank haben Sie gebaut - umsonst
Den harten Kampf mit der Natur gerungen,
Umsonst ein großes königliches Leben
Zerstörenden Entwürfen hingeopfert.
Der Mensch ist mehr, als Sie von ihm gehalten.
(...)
Gehn Sie Europens Königen voran.
Ein Federzug von dieser Hand, und neu
Erschaffen wird die Erde. Geben Sie
Gedankenfreiheit.
(...)
Sehen Sie sich um
In seiner herrlichen Natur! Auf Freiheit
Ist sie gegründet - und wie reich ist sie
Durch Freiheit! Er, der große Schöpfer, wirft
In einen Tropfen Thau den Wurm und läßt
Noch in den todten Räumen der Verwesung
Die Willkür sich ergötzen - Ihre Schöpfung,
Wie eng und arm! Das Rauschen eines Blattes
Erschreckt den Herrn der Christenheit - Sie müssen
Vor jeder Tugend zittern. Er - der Freiheit
Entzückende Erscheinung nicht zu stören -
Er läßt des Uebels grauenvolles Heer
In seinem Weltall lieber toben - ihn,
Den Künstler, wird man nicht gewahr, bescheiden
Verhüllt er sich in ewige Gesetze;
Die sieht der Freigeist, doch nicht ihn. Wozu
Ein Gott? sagt er: die Welt ist sich genug.
Und keines Christen Andacht hat ihn mehr,
Als dieses Freigeists Lästerung, gepriesen.
(...)
Weihen Sie
Dem Glück der Völker die Regentenkraft,
Die - ach, so lang - des Thrones Größe nur
Gewuchert hatte - stellen Sie der Menschheit
Verlornen Adel wieder her. Der Bürger
Sei wiederum, was er zuvor gewesen,
Der Krone Zweck - ihn binde keine Pflicht,
Als seiner Brüder gleich ehrwürd'ge Rechte.
Wenn nun der Mensch, sich selbst zurückgegeben,
Zu seines Werths Gefühl erwacht - der Freiheit
Erhabne, stolze Tugenden gedeihen -
Dann, Sire, wenn Sie zum glücklichsten der Welt
Ihr eignes Königreich gemacht - dann ist
Es Ihre Pflicht, die Welt zu unterwerfen.
(Marquis von Posa; 3. Akt, 10. Szene)
German playwright, poet, philosopher and historian (1759–1805)
Johann Christoph Friedrich von Schiller (10 November 1759 – 9 May 1805), usually known as Friedrich Schiller, was a German poet, physician, historian, dramatist, and playwright.
From: Wikiquote (CC BY-SA 4.0)
Native Name:
Johann Christoph Friedrich von Schiller
Alternative Names:
Schillerean
•
Johann Christian Friedrich von Schiller
•
Johann C. F. Schiller
•
Johann Christoph Friedrich Schiller
•
Schiller
•
Fridrikh Shiller
•
Fridrikh Shiler
•
F. Shiller
•
Frideriko Schiller
•
Joh. Christoph Friedrich von Schiller
•
Frederick Schiller
•
Hsi-le
•
Friedrich von Schiller
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There are three lessons I would write, — Three words — as with a burning pen,
In tracings of eternal light
Upon the hearts of men. <p> Have Hope. Though clouds environ now, And gladness hides her face in scorn, Put thou the shadow from thy brow, — No night but hath its morn. <p> Have Faith. Where'er thy bark is driven, — The calm's disport, the tempest's mirth, — Know this: God rules the hosts of heaven, The habitants of earth. <p> Have Love. Not love alone for one, But men, as man, thy brothers call; And scatter, like the circling sun, Thy charities on all. <p> Thus grave these lessons on thy soul, — Hope, Faith, and Love, — and thou shalt find Strength when life's surges rudest roll, Light when thou else wert blind.
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We are citizens of an age, as well as of a State; and if it is held to be unseemly, or even inadmissable, for a man to cut himself off from the customs and manners of the circle in which he lives, why should it be less of a duty, in the choice of his activity, to submit his decision to the needs and the taste of his century?