The melancholy science from which I make this offering to my friend relates to a region that from time immemorial was regarded as the true field of p… - Theodor W. Adorno

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The melancholy science from which I make this offering to my friend relates to a region that from time immemorial was regarded as the true field of philosophy, but which, since the latter's conversion into method, has lapsed into intellectual neglect, sententious whimsy and finally oblivion: the teaching of the good life. What the philosophers once knew as life has become the sphere of private existence and now of mere consumption, dragged along as an appendage of the process of material production, without autonomy or substance of its own.

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About Theodor W. Adorno

Theodor Ludwig Wiesengrund Adorno (September 11, 1903 – August 6, 1969) was a German sociologist, philosopher, musicologist and composer.

Also Known As

Native Name: Theodor Ludwig Wiesengrund Adorno
Alternative Names: Theodor Wiesengrund Adorno Theodor Wiesengrund-Adorno Theodor Wiesengrund Teodor V. Adorno Theodore W. Adorno Theodor Adorno Theodor Ludwig Wiesengrund-Adorno Theodor Ludwig Wiesengrund Theodor Ludwig Adorno-Wiesengrund Theodor Ludwig Adorno-Wellington
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Additional quotes by Theodor W. Adorno

What is or is not the jargon is determined by whether the word is written in an intonation which places it transcendently in opposition to its own meaning; by whether the individual words are loaded at the expense of the sentence, its propositional force, and the thought content. In that sense the character of the jargon would be quite formal: it sees to it that what it wants is on the whole felt and accepted through its mere delivery, without regard to the content of the words used.

Für Marcel Proust.—Der Sohn wohlhabender Eltern, der, gleichgültig ob aus Talent oder Schwäche, einen sogenannten intellektuellen Beruf, als Künstler oder Gelehrter, ergreift, hat es unter denen, die den degoutanten Namen des Kollegen tragen, besonders schwer. Nicht bloß, daß ihm die Unabhängigkeit geneidet wird, daß man dem Ernst seiner Absicht mißtraut und in ihm einen heimlichen Abgesandten der etablierten Mächte vermutet. Solches Mißtrauen zeugt zwar von Ressentiment, würde aber meist seine Bestätigung finden. Jedoch die eigentlichen Widerstände liegen anderswo. Die Beschäftigung mit geistigen Dingen ist mittlerweile selber »praktisch«, zu einem Geschäft mit strenger Arbeitsteilung, mit Branchen und numerus clausus geworden. Der materiell Unabhängige, der sie aus Widerwillen gegen die Schmach des Geldverdienens wählt, wird nicht geneigt sein, das anzuerkennen. Dafür wird er bestraft. Er ist kein »professional«, rangiert in der Hierarchie der Konkurrenten als Dilettant, gleichgültig wieviel er sachlich versteht, und muß, wenn er Karriere machen will, den stursten Fachmann an entschlossener Borniertheit womöglich noch übertrumpfen. Die Suspension der Arbeitsteilung, zu der es ihn treibt, und die in einigen Grenzen seine ökonomische Lage zu verwirklichen ihn befähigt, gilt als besonders anrüchig: sie verrät die Abneigung, den von der Gesellschaft anbefohlenen Betrieb zu sanktionieren, und die auftrumpfende Kompetenz läßt solche Idiosynkrasien nicht zu. Die Departementalisierung des Geistes ist ein Mittel, diesen dort abzuschaffen, wo er nicht ex officio, im Auftrag betrieben wird. Es tut seine Dienste um so zuverlässiger, als stets derjenige, der die Arbeitsteilung kündigt—wäre es auch nur, indem seine Arbeit ihm Lust bereitet —, nach deren eigenem Maß Blößen sich gibt, die von den Momenten seiner Überlegenheit untrennbar sind. So ist für die Ordnung gesorgt: die einen müssen mitmachen, weil sie sonst nicht leben können, und die sonst leben könnten, werden draußen gehalten, weil sie nicht mitmachen wollen. Es ist, als rächte sich die Klasse, von der die unabhängigen Intellektuellen desertiert sind, indem zwangshaft ihre Forderungen dort sich durchsetzen, wo der Deserteur Zuflucht sucht.

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Was Jargon sei und was nicht, darüber entscheidet, ob das Wort in dem Tonfall geschrieben ist, in dem es sich als transzendent gegenüber der eigenen Bedeutung setzt; ob die einzelnen Worte aufgeladen werden auf Kosten von Satz, Urteil, Gedachtem. Demnach wäre der Charakter des Jargons überaus formal: er sorgt dafür, daß, was er möchte, in weitem Maß ohne Rücksicht auf den Inhalt der Worte gespürt und akzeptiert wird durch ihren Vortrag.

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